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	<title>mad for art &#187; küchenweisheiten</title>
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	<description>etelka kovacs-koller</description>
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		<title>die schlaue rennkuh</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>etelka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[küchenweisheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[die nachfolgenden kleinen sprüche sind sozusagen gedankenfetzen, die ich im laufe der zeit notiert habe. sicherlich nichts neues (das rad neu zu erfinden ist nicht nötig). altes immer wieder neu zu reflektieren, aktualisieren/umzudeuten ist sinnvoller, als nach &#8220;absolut neuen&#8221; wahrheiten zu suchen.   Sprache schien mir früher das wichtigste Verständigungsmittel zu sein – allerdings stelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="rennkuh" rel="lightbox[pics534]" href="http://madforart.open-space.biz/files/2008/09/rennkuh.jpg"><img class="attachment wp-att-535 alignleft" src="http://madforart.open-space.biz/files/2008/09/rennkuh-150x150.jpg" alt="rennkuh" width="200" height="132" /></a></p>
<p>die nachfolgenden kleinen sprüche sind sozusagen gedankenfetzen, die ich im laufe der zeit notiert habe. sicherlich nichts neues (das rad neu zu erfinden ist nicht nötig).</p>
<p>altes immer wieder neu zu reflektieren, aktualisieren/umzudeuten ist sinnvoller, als nach &#8220;absolut neuen&#8221; wahrheiten zu suchen.</p>
<p> </p>
<ul>
<li>Sprache schien mir früher das 	wichtigste Verständigungsmittel zu sein – allerdings stelle 	ich mit den Jahren fest, dass gerade die verbale Verständigung 	zwischen Menschen sehr viele Missverständnisse hervorrufen 	kann, anstatt zu klären, wird häufig durch Worte 	irritiert.</li>
<li>Der Spezies Mensch ist bestens 	ausgestattet, um in der Welt bestehen zu können, es mangelt 	auch nicht an Kreativität, nur fehlt ihm häufig die 	Freiheit, die das schöpferische Tun benötigt.</li>
<li>Erst malen, dann denken! Wenn 	überhaupt.</li>
<li>Meine Bilder sind der Ausdruck 	einer Hoffnung, dass es neben dem was wir „Wirklichkeit“ zu 	nennen pflegen, noch wesentlich mehr gibt.</li>
<li>Ich versuche das „Ausserwirkliche“ 	durch Schnelligkeit und Spontaneität einzufangen.</li>
<li>Ich habe seit ich denken kann mehr 	im „Innen“ als im „Aussen“ gelebt, das ist vielleicht eines 	der wesentlichsten Merkmale der Malerei, die Bürde der vielen 	einsamen Arbeitsstunden nicht nur aushalten, vielmehr geniessen zu 	können.</li>
<li>Für die Suche brauche ich 	Stille. Innen wie Aussen.</li>
<li>Im Mittelalter wäre ich 	wahrscheinlich Seefahrer geworden. Der Horizont zieht meinen Blick 	immer magisch an.</li>
<li>Mit den Jahren werde ich 	bescheidener. Ich brauche nur noch, Stille, Wärme, Weite und 	Licht. Nur wusste ich nicht, wie schwer sowas zu bekommen ist!</li>
<li>Manchmal weiss ich nicht, ist die 	Malerei göttliche Gnade, oder Teufelswerk. Vermutlich ist sie 	beides und das macht sie grad so aufregend!</li>
<li>Die Hand soll schneller malen, als 	der Kopf denken kann!</li>
<li>Ein Künstler sollte sich 	davor hüten im Mainstream mitzumischen, er sollte wohlwollend 	kritisch vom Rand aus zuschauen.</li>
<li>Ein Künstler geht nicht in 	den Ruhestand. Er stirbt einfach.</li>
<li>In meinem Leben dreht sich seit 	Jahrzehnten alles um die Malerei. Sonst würde ich mich wohl um 	mich selbst drehen müssen.</li>
<li>Schade, dass Begriffe wie Demut, 	Bescheidenheit allmählich aus dem alltäglichen 	Sprachgebrauch verschwinden. Ein Leben ohne Demut ist ein einsames 	Leben.</li>
<li>Gottes Wort hört man nur in 	der Stille. Wann wird es endlich mal still sein?</li>
<li>Gottes Wort hört man nur in 	der Stille. Weshalb machen Menschen immer so viel Lärm?</li>
<li>Es gibt kein gutes oder schlechtes 	Bild. In seiner Einmaligkeit ist jedes Bild Perfekt, wie jede Blüte, 	jedes Blatt.</li>
<li>Ein Bild ohne Betrachter ist zu 	Wirklichkeit erstarrte Farbe. Erst in der Interaktion mit einem 	Betrachter findet das Bild seine ursprüngliche Lebendigkeit 	wieder.</li>
<li>Die Physiker haben etwa zehn mal 	mehr, als die uns bekannten Farben entdeckt. Für diese ist der 	Mensch jedoch blind. Ob da wohl die Farbe der Freiheit auch darunter 	ist?</li>
<li>Mein Glaube an Weltbildern wurde 	schon sehr früh strapaziert. Ich bin als Nachkömmling 	einer jüdischen Familie in einem sozialistischen Land 	christlich-liberal erzogen worden.</li>
<li>Wenn ich an die Berliner U-Bahn 	denke fällt mir sofort ein:“Liebe Mutti bitte bitte, gib mir 	noch ´ne Paech-Brot Schnitte!“ – das waren Werbetafeln, 	die ersten deutschen Worte, die ich gelernt habe. Schon lange her.</li>
<li>In der U1 in Berlin – vom 	Schlesischen Tor nach Ruhleben &#8211; sah ich als Kind jede Menge billige 	Koffer, die mit irgendwas zusammengebunden waren. Die Gesichter habe 	ich vergessen, die Koffer sehe ich noch – sie trugen oft die 	Aufschrift „Ankara“.</li>
<li>Nein, ich zweifele nicht daran, 	dass mein Leben einen Sinn hat. Aber ich bezweifele ganz 	entschieden, dass ich ihn je erkennen werde.</li>
<li>Meine Kindheit in den fünfziger 	Jahren in Budapest ist geprägt durch die bewundernswerte 	Erfindungsgabe der Menschen, die permanent bemüht waren aus dem 	sozialistischen Mangel etwas heraus zu improvisieren, das ihnen 	zumindest den Anschein von Lebensqualität gab.</li>
<li>Manchmal verliere ich mich aus den 	Augen und denke: „Was macht da diese fremde Frau in meiner Haut?“ 	– dann muss ich dringend Urlaub machen.</li>
<li>Manchmal bin ich so voller Worte, 	dass ich ganz sprachlos werde.</li>
<li>In der Stadt, unter Menschen 	fürchte ich mich oft. In der Natur wird aus der Furcht im 	Handumdrehen ehrfürchtiges Staunen. Ein schönes Gefühl!</li>
<li>Ich bin ein fröhlicher 	Mensch. Was mich sehr traurig macht ist, wenn ich zusehen muss, wie 	kostbare Gaben verschwendet werden und Menschen vor die Hunde gehen.</li>
<li>Ich fühle mich nur einer 	Instanz voll und ganz verpflichtet und verantwortlich. Ansonsten 	versuche ich mich an die Regeln zu halten.</li>
<li>„Alt“ ist kein Schimpfwort. Es 	ist eine Auszeichnung!</li>
<li>Wenn ich nicht male dann lese ich 	viel, schaue irgendwo aus einem Fenster oder beobachte Ameisen; es 	gibt so viel aufregendes in der Welt!</li>
<li>Irgendjemand verglich mich mal mit 	einem Albatros; äusserst plump auf dem Boden, beim Fliegen 	allerdings ausdauernd und majestätisch. Wie wahr, wie wahr – 	leider verbringe ich die meiste Zeit meines Lebens auf dem Boden.</li>
<li>Auf meinem Grabstein möchte 	ich folgende Inschrift: „Sie hat es wenigstens versucht!“</li>
<li>Vielleicht ist die Erde eine Art 	galaktische Brutkammer und sie holen uns ab, wenn wir ausgewachsen 	sind. Aber das ist noch sehr lange hin!</li>
<li>Damit sich Ideen aus der geistigen 	Welt in greifbare Realität verwirklichen können muss der 	Künstler neben der kreativen Offenheit viel Disziplin, 	Kontinuität und Konsequenz einbringen.</li>
<li>Ideen zu empfangen und zu gebären 	erfordert eine ähnliche Form von Demut, Bescheidenheit und 	Urvertrauen, mit der sich die Natur ihrem Schicksal beugt, wenn sie 	dem Werden und Vergehen der Jahreszeiten folgt.</li>
<li>Kreativität ist eine Art 	offene Tür zum Weltengrund. Der Weg dorthin kann allerdings 	durch eine innere Hölle führen.</li>
<li>Das Altern macht mir keine 	Probleme. Nur die Gravitation.</li>
<li>Ich mag sehr gerne in Hotels 	leben, denn durch die reduzierte Anzahl der Dinge, die man mit sich 	führt, erhalten sie eine erhöhte Aufmerksamkeit.</li>
<li>Wer nicht die Courage hat in die 	Vergangenheit zu blicken, wird auch nicht mutig in die Zukunft 	schreiten können.</li>
<li>Zeit ist wie ein Pfannkuchen; auf 	die Füllung kommt es an!</li>
<li>Für mich ist das Beste am 	Urlaub, dass ich an einem schönen Ort endlich in Ruhe arbeiten 	kann.</li>
<li>Ein lebendig-intensives Bild 	benötigt keine Erklärungen und Begleittexte.</li>
<li>Manchmal bin ich erfüllt von 	einer tiefen Dankbarkeit, in solchen Momenten bekomme ich eine 	Ahnung von einem Sinn.</li>
<li>Wenn ich auf mein Leben zurück 	blicke, dann macht mich eine Sache so richtig stolz: ich habe mich 	von nichts und niemandem verbiegen lassen. (Obwohl es nicht immer 	angenehm ist ich selbst zu sein.)</li>
<li>Die Malerei ist wie der Wind, sie 	spricht ihre eigene Sprache.</li>
<li>Das Reisen ist umso schöner, 	je mehr sie mit Heimweh verbunden ist.</li>
<li>Ein Künstler ist überall 	ein Fremder.</li>
<li>Die Dinge, die am weitesten 	voneinander entfernt sind, ergänzen sich am besten.</li>
<li>In der Kunst zu leben ist wie ein 	Drahtseilakt über einem tiefen Abgrund; es ist äusserst 	schwer die Balance zu halten und die Gefahr eines Absturzes ist 	permanent präsent.</li>
<li>Ich bin an einem Ort dann zu 	Hause, wenn ich die Uhrzeit am Sonnenstand ablesen kann.</li>
<li>Ich versuche jedes Bild so zu 	malen, als wäre es sowohl mein erstes, als auch mein letztes.</li>
<li>Wenn man zu viele Ideen produziert 	besteht die Gefahr, dass man keine Kraft mehr für die 	Realisation findet.</li>
<li>Ich schätze alles „echte“ 	und verabscheue Heuchelei.</li>
<li>Dieser Planet ist kein Kuschelzoo.</li>
<li>Freiheit hat viel mehr mit 	Verantwortung, als mit Loslösung zu tun.</li>
<li>Mein Blick sucht überall die 	Freiheit der Weite.</li>
<li>Der Unterschied zwischen einem 	Original und einem Druck ist, wie zwischen dem Meer und einer 	Badewanne.</li>
<li>Die Malerei trägt und 	verzehrt mich.</li>
<li>Gott ist nicht tot, er schaut nur 	manchmal weg, wenn seine Kinder riskante Spiele spielen.</li>
<li>Die Malerei braucht Auge, Hand und 	Herz und sonst nichts.</li>
<li>Nicht der Ehrgeiz treibt mich, 	sondern eine scheinbar unstillbare Sehnsucht.</li>
<li>Im Weinen eines Kindes entfaltet 	sich das ganze Elend dieser Welt.</li>
<li>Der Gang zum Religionsunterricht 	in den fünfziger Jahren in Budapest war ein konspiratives 	Abenteuer. Später in den Sechszigern haben sie mich in 	West-Berlin als FDJW &#8211; Mitglied regelmässig bei Demos 	eingefangen.</li>
<li>Manchmal ist es die verzweifelung, 	die mich verstummen lässt. Manchmal das glück.</li>
<li>Glück und verzweifelung sind 	zwei aggregatzustände der gleichen essenz; des mensch seins.</li>
<li>Wer ver-zweifeln kann, der sollte 	das glück auch doppelt geniessen!</li>
</ul>
<div>mehr von &#8220;etelka´s atelierweisheiten&#8221; finden sie unter: <a href="http://www.madforart.de/category/blog/einblicke/">einblicke</a></div>
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