Kunst Interview

Heute darf ich euch die Antworten von Jörgen präsentieren. Wir sind uns 2009 irgendwo in den Tiefen des Internets begegnet und seither hat Jörgen sehr viele Bilder von mir gekauft. Und nicht nur das. Es scheint, als hätte er seine Familie, Freunde und Kollegen ebenfalls mit Bilderlust infiziert, was mich auch sehr glücklich macht. Ich bin mir sicher, dass Jörgen genau das ausspricht, was viele denken; um Kunst zu lieben, muss man kein sogenannter Experte sein und über umfangreiche Kenntnisse der Kunstgeschichte verfügen.

Kunst Interview – Antworten von Jörgen

[highlight highlight_type=“bold“]Wer bist Du?[/highlight]

Mann, 58, technikaffiner Romantiker mit allen Eigenschaften des Sternzeichens Jungfrau – obwohl ich nicht an Astrologie glaube ;). Ich bin kein „Kunstkenner“ sondern ein Kunstliebhaber, der Kunst allerdings nur zu seinen Bedingungen lieb hat und nichts auf Trends gibt.

[highlight highlight_type=“bold“]Welche Bedeutung hat Kunst in Deinem Leben?[/highlight]

Wenn die Liebe der „Kleine Tod“ ist, dann ist die Kunst die „Kleine Flucht aus dem Alltag“. Kunst hat allerdings nicht den allerhöchsten Stellenwert in meinem Leben sondern hat viel mit Spaß zu tun.

[highlight highlight_type=“bold“]Wie oft besuchst Du Museen oder Ausstellungen?[/highlight]

Selten, aber Gelegenheit macht Diebe. Auf Reisen hilft ein Museumsbesuch oft, das Land aus der Sicht der einheimischen Künstler kennenzulernen. Auch interessante Ausstellungen in Deutschland habe ich schon besucht.

[highlight highlight_type=“bold“]Ist Kunst wichtig für Menschen? Wenn ja, warum?[/highlight]

Ja, oft ist die Kunst, die erlaubt auszudrücken, was Worte nicht dürfen oder vermögen. Kunst ist Teil von Kultur und Geschichte. Ohne Kunst ginge viel Identität verloren. Allerdings leiste ich mir diese Ansicht vor allem, weil ich auf maslowschen Bedürfnispyramide nicht um Existenzbedürfnisse kämpfen muss. Manche Menschen leben von Kunst – was in der heutigen Zeit auch ein wichtiger Aspekt ist.

[highlight highlight_type=“bold“]Glaubst Du, dass man Kunst „verstehen“ muss?[/highlight]

Nein, das überlasse ich den „Kunstkennern“ ,die sogar die Intentionen verstorbener Meister anhand von Gemälden verstehen. Kunst muss man vor allem mögen, damit spielen und statt Verstand die eigene Gefühle und Interpretation gelten lassen.

[highlight highlight_type=“bold“]Glaubst Du, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem Original und einem Druck? Wenn ja, welchen?[/highlight]

Ja, einen riesigen Unterschied, wenn auch nicht unbedingt optisch. Drucke sind unpersönlicher, die Wahrscheinlichkeit ,dass der Künstler seinen Druck selbst macht ist gering. Ein Original hat mehr Struktur und die Illusion noch einen Schweißtropfen oder den Geruch des Ateliers wahrzunehmen ist viel spannender. Der Kontakt zum Künstler ist ungefiltert, wenn Du weißt was ich meine.

[highlight highlight_type=“bold“]Besitzt Du Originale?[/highlight]

Klar, viele sind von Dir, eins (eigentlich 1+3)von einer Rutesheimer Künstlerin (Auftragsarbeit),zwei von einem Künstler aus Bad Wimpfen, einige von meiner Frau und von meiner Schwiegermutter, die beide eine künstlerische Ader haben.

[highlight highlight_type=“bold“]Was ist Dir wichtig an Bildern in Deiner unmittelbaren Umgebung? Nach welchen Kriterien wählst Du sie aus?[/highlight]

Bilder in meiner Umgebung sollen mich positiv stimmen. Im Büro mache ich oft „Augenurlaub“. Ich mag fröhliche Farben, Formen und Figuren. Dafür bleiben meine Wände weiß und tapetenlos – damit die Bilder besser zur Geltung kommen.

Ein weiteres Kriterium lässt sich nicht unbedingt greifen: Impuls! Ein Bild sehen, mögen und haben wollen.

Von | 2015-03-01T09:49:41+00:00 März 1st, 2015|Kunst, Kunstfragen, LebensKunst|0 Kommentare

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