Freiraum im Kopf – Art to Go

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Ich habe mir noch nie den Kopf über Kunst zerbrochen; „einfach machen“ heißt die Devise. „Einfach“ bedeutet unkompliziert und „machen“ bedeutet jetzt, sofort loslegen anstatt erstmal lange nachzudenken.

Freiraum im Kopf

Und schon sind wir bei der ersten Regel. Denken ist natürlich bei vielen, vielleicht sogar bei den meisten menschlichen Aktivitäten sehr wichtig, aber beim Malen kann das permanente Gebrabbel im Kopf sehr hinderlich sein. Um den Kopf abzuschalten male ich gerne zu Musik, wenn ich aber gerade keine Musik hören will, dann beschäftige ich meinen Diktator im Oberstübchen, der sich so gerne in alles einmischt, mit Rechenaufgaben.

Die nächste Regel ist; schaff Dir Freiraum. Was nicht bedeuten muss erstmal ein Atelier zu suchen und zu mieten und dann renovieren und dann fehlt noch dies oder jenes. Das ist nur eine elegante (und u.U. sehr kostspielige) Art, sich vor der herannahenden Herausforderung zu drücken. Freiraum bedeutet vielmehr ungestört zu sein, denn erst dann funktioniert das „Abtauchen“.  Also Laptop zu, Handy aus und wenn der Postbote jetzt gerade klingelt, dann hat er halt Pech gehabt.

Freiraum und Zeit

Der Zeitfaktor ist natürlich sehr wichtig; oft höre ich solche Sätze wie: „Ich würde ja gerne…… dies und jenes, aber ich habe keine Zeit.“ Das klingt so, als würde man weiß Gott was für Ewigkeiten investieren müssen, nur um ein Fetzen Papier zu bekritzeln. Und das ist so ohnehin nicht korrekt, denn Zeit an sich hat keinerlei Qualität; im Sinne von „Was lange währt wird gut.“ Wenn es so wäre, dann müsste ein Maler nur lang genug an einem Bild malen und dann hat er sein Meisterwerk.

Die Qualität eines Bildes ist vollkommen unabhängig von der Zeit, die der Maler investiert hat.

Freiraum und Qualität

Ach ja, Qualität…………noch ein sehr wichtiger Faktor. Wenn Sie sich vornehmen die Mona Lisa zu kopieren, dann wird es mit Sicherheit möglich sein das Ergebnis zu bewerten, denn es gibt eine klare Vorlage. Wenn Sie jedoch einfach aus Lust an der Freude mit Farbe herumspielen möchten, dann gibt es keinerlei Kriterien nach denen die Qualität des Ergebnisses festgestellt werden kann.

Nachdem das geklärt ist, kommen wir zu den praktischen Dingen, nämlich zum Material. Haben Sie schon mal mit Kaffee gemalt? Nein? Ich schon oft, immer wenn ich auf Reisen keine Farben hatte habe ich gerne mal in die Kaffeetasse gegriffen. Kaffee gibt einen ganz wunderbaren Braunton, dazu ein Kugelschreiber, eine Serviette oder der Kassenbon von der Tankstelle. Und dann wird gekritzelt.

Seien Sie mutig! Seien Sie kreativ! Aber vor allen Dingen haben Sie einfach Freude an dem, was Sie tun!

Freiraum ist überall!

Von | 2015-02-28T15:45:01+00:00 September 15th, 2013|Kreativität, Kunst|2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Helga Berger 7. März 2011 um 16:56 Uhr - Antworten

    Gut,so kann Kunst entstehen,einfach loslegen.

  2. Lo 7. März 2011 um 17:44 Uhr - Antworten

    liebe etelka,

    es ist so herzerfrischend von dir zu lesen! vielen dank für die schöne idee. wenn du wieder in b bist, melde dich doch mal. 🙂

    liebe grüße aus der (tret-) mühle
    lo

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