Action Painting und Musik – das Rachmaninov Experiment

Folgendes Bild ist das Ergebnis eines Experiments zu Rachmaninov, Klavierkonzert Nr. 3 gespielt von David Helfgott – während des Konzerts habe ich einfach unterschiedliche Materialien/Werkzeuge benutzend, malend auf einem Karton (70 cm x 100 cm)  ”mitgespielt”.

apgross

Seit etwa 30 Jahren male ich zu Musik und stelle immer wieder erstaunt fest, wie stark die jeweiligen Töne die Malerei beeinflussen.

So besteht der grösste Unterschied zwischen Techno/Trance und klassischer Musik.

Zu Trance sind die Bewegungen eher gleichförmig, wie auch die emotionale Lage beim hören – die Informationen scheinen gebündelt und ebenso überschaubar wird auch das Bild.

Beim malen zu klassischer Musik habe ich festgestellt, dass meine Hand nicht so ohne weiteres der komplexen Botschaft der Klänge folgen kann.

Meine Idee dazu ist, dass in der klassischen Musik die emotionale Information relativ häufig und sehr heftig wechseln kann und die unterschiedlichen Instrumente in einem Orchesterstück den Hörer auf mehreren ebenen gleichzeitig erreichen.

Die Bilder, die ich zu klassischer Musik male sind in der Regl wesentlich komplexer, als die, die zu anderen Musikrichtungen entstehen.

Unmittelbar nach Fertigstellung (bzw. am Ende des Konzerts) habe ich das Bild in verschieden grosse Stücke zerschnitten, ohne auf den Ausschnitt besonders zu achten.

Faszinierenderweise ist jeder Auschnitt ein Bild bzw. eine Welt für sich – erst im Detail entsteht aus der Formlosigkeit eine klare Bildinformation.

Hier einige Beispiele:

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