alles gaga oder dada?
Samstag, September 19th, 2009 | einblicke

heute habe ich endlich wieder gemalt.
nun sitze ich vor der tür und versuche diese widerwärtigen fragen zu verscheuchen, die immer hinterhältigst daherschleichen und quälen, wenn ich schutzlos bin und male.
wozu male ich überhaupt?
ich sehe die roten äpfel aus dem hügel herausleuchten, wie sie sich mit ihrer buntheit dem kommenden winter entgegenstellen, ein letzter versuch der natur das viele weiss aufzuhalten; eine fröhlichbunte agonie, das demnächst in einem gewaltigen finale mündet.
der schnee wird kommen, alles entfärben und zur stille zwingen.
aber was ist schon weiss?
was ist bunt?
ich habe den grossen fehler gemacht und heisenberg, schrödinger und stephen hawking gelesen – nun stze ich also hier, eine handvoll atome inklusive viel leere auf einem irgnedwas, was mein gehirn stuhl nennt, obwohl es genau weiss, dass auch das eine anhäufung von atomen mit sehr viel leere ist.
der apfel im garten eden……….wir hätten ihn nicht probieren sollen, denn das wissen ist eine gierige hure!
wenn man glaubt der wahrheit näher zu kommen, verhüllt sie sich in immer mehr tücher, sie verwirrt und spielt mit uns ein grausames spiel das scheinbar weit mehr mit hass und verachtung, als mit liebe zu tun hat.
ich höre gerade einen hahn krähen und weiss, dass ich nur das erlaubte höre – eine handvoll frequenzen und mehr nicht.
wozu das alles?
welchen sinn kann ich dieser – zugegeben recht gelungenen – kulisse abgewinnen?
es gibt nur wenig, woran ich mich festhalten kann, bevor ich in meinem 1/100 wissen vom wesen der welt ertrinke; der glaube und die hoffnung.
T rostvoll ist auch die schönheit, die ich glaube zu sehen und zu schaffen.
so vergeht die zeit (falls sie vergeht) und irgendwann wechselt die kulisse zum nächsten akt, der wohl auch nicht viel anders wird.
und doch.
Irgendetwas sagt mir, dass der sinn greifbar ist, nur müsste ich die perspektive wechseln, die fragen verändern oder vielleicht gar keine antworten mehr suchen.
Schwere sache, muss ich wohl erst lernen. bis dahin jedenfalls lese ich nichts mehr über quantenphysik, sondern kehre zurück zu leibnitz, schiller und zu dem alten herrn fontane.
die natur einfach zu verehren, ihre schönheit zu geniessen, in ihrem anblick voll und ganz eintauchen – das ist das einzige was bleibt.
alles dada!
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